Rhabarber-Schmand-Torte

Die Torte zum Muttertag – oder auch die Geburtstagstorte Teil II. Meine Mama hatte uns schon seit Wochen darauf vorbereitet, dass sie am Muttertag nicht da sein würde, da sie geplant hatte, in den Urlaub zu fahren. Also habe ich mir ehrlich gesagt auch erstmal gar keine Gedanken um Muttertag gemacht. Das würden wir dann 2 – 4 Wochen später nachholen. Stattdessen habe ich mich für den freigewordenen Sonntag mit meinem Bruder und meinem Vater zum Kaffeetrinken verabredet – schließlich hatten wir noch meinen Geburtstag und Ostern nachzuholen. Freitags eröffnete uns Mama dann, dass der Urlaub verschoben werde und sie bereit sei, Besuch und Geschenke zu empfangen – toll! Tja, da mein Bruder und ich nun schon verplant waren, wurde daraus nichts. Auch, wenn sie uns mit Waffeln lockte. Verdammt. Bei den Vorbereitungen für den Sonntag – es gab schließlich Torte, egal zu welchem Anlass – fand ich es dann aber schon doof, dass Mama nun zu Hause und ohne uns Muttertag verbringt. Beim Basteln an der Torte wurde also kurzerhand die Rezeptmenge verdoppelt (siehe Alternative unten) und es entstanden Mini-Törtchen, die ich dann Sonntag noch schnell bei Mama vorbeigebracht habe (100km hin und zurück – mal schnell). Auf diese Weise feierten wir am vergangenen Sonntag in verschiedenen Konstellationen Ostern, Geburtstag und Muttertag – und alle hatten Rhabarber-Torte : )

Rezept für eine kleine Torte Ø15cm

  • 175g Mehl
  • 1 EL Backpulver
  • Prise Salz
  • 110g zimmerwarme Butter
  • 150g Zucker
  • 150ml Milch
  • 1 EL Vanillezucker
  • 0,5 EL Vanilleextrakt
  • 3 Eier
  • 2 Eigelb
  • 250g Rhabarber
  • 20g Zucker
  • 0,5 EL Vanillezucker
  • 25ml Rhabarbersaft (oder eine andere Flüssigkeit)
  • 2,5 Blätter Gelatine
  • 200g Sahne
  • 4 Blätter Gelatine
  • 170g Schmand
  • 100g Quark
  • 50g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Rhabarbersaft

Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermischen. Die Butter in einer weiteren Schüssel hell und schaumig aufschlagen. Den Zucker hinzufügen und weiter schlagen. Vanilleextrakt hinzufügen. Dann die Eier einzeln unterrühren. Das Mehl in 3 Portionen abwechseln mit der Milch unterrühren. Sobald das Mehl untergehoben ist, nur noch kurz rühren. Den Teig in 3 -4 Backformen aufteilen. (Bei mir hat es für 4 Böden Ø15cm gereicht, von denen ich einen aber nicht benutzt habe.) Die Böden ca. 20 Minuten backen und danach auskühlen lassen.

Für das Rhabarberkompott den Rhabarber abwaschen und in kleine Stücke schneiden. Die Gelatine in kalten Wasser einweichen lassen. Den Rhabarber zusammen mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Saft aufkochen und ca. 7 Minuten weich kochen. Den Topf vom Herd nehmen und die Gelatine in der heißen Masse auflösen. Etwas abkühlen lassen.

Für die Creme die Gelatine in kalten Wasser einweichen lassen. Die Sahne steif schlagen und beiseite stellen. Alle übrigen Zutaten (Schmand, Quark, Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft, Rhabarbersaft) miteinander vermischen. Die Gelatine bei niedriger Hitze in einem Topf auflösen. 3-4 EL der Schmand-Masse zum Angleichen dazu geben. Den gesamten Topfinhalt dann unter die Schmand-Creme rühren. Die Masse abkühlen lassen. Wenn sie zu gelieren beginnt, die Sahne steif schlagen und unterheben.

Zum Zusammenbau der Torte einen Boden auf einem Teller positionieren und einen Tortenring darum legen. Mit Schmand-Creme bedecken. Ggf. die Lücken zum Tortenring mit Schmand-Creme auffüllen. Einen zweiten Tortenboden auflegen und erneut die Lücken auffüllen. Das Rhabarberkompott auf den Boden geben und verstreichen. Den dritten Boden auflegen und die restliche Creme darüber verteilen und glatt streichen. (Bei mir war der Tortenring nun bis zum Rand gefüllt.)

Für die Streifen-Deko aus Rhabarber habe ich mit einem Sparschäler Streifen aus Rhabarber geschnitten und diese 25 Sekunden lang in heißem Zuckerwasser (500ml Wasser, 150g Zucker) blanchiert. Nach kurzem Abtropfen auf Küchenkrepp kann man die Streifen einfach um die Torte legen.
Die Streifen wurden jedoch beim Anschneiden zum Problem, so dass ich sie tatsächlich dafür abnehmen musste (war auch nicht weiter schlimm). Im Nachhinein war die Torte super lecker, doch die Streifen-Deko konnte mich nicht so richtig überzeugen. Vielleicht auch, weil mein Rhabarber zwar von außen kräftig pink, aber von innen doch eher grün war. Das ließ die Torte doch etwas „gemüsig“ aussehen. Fazit: Die Torte wird definitiv nochmal gebacken, aber dann mit anderer Deko : )

Alternative: Da ich die doppelte Menge Teig und Rhabarberkompott zubereitet hatte, habe ich die zweite Hälfte des Teiges zu Mini Törtchen verarbeitet – also dasselbe Rezept mit anderem Look. Das Ergebnis gibt es hier.

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