Erdbeer-Karamell Torte

Anlass für diese Torte war eine Babyparty in meiner Mädelsrunde. Die Babyparty wird bei uns vor der Geburt nach Vorbild der amerikanischen „baby shower“ gefeiert. Im Grunde ist es nur eine Ausrede, um mal wieder nett zusammenzusitzen und sich die Bäuche vollzuschlagen, so dass wir danach alle aussehen wie werdende Mamas. Meist organisieren wir ein nettes Spielchen oder eine Art Bastelaktion für die Mama. Aber, wie gesagt, eigentlich geht es eher darum, Zeit miteinander zu verbringen. Die Torte war eigentlich ein wenig anders geplant und ist zum Teil aus purer Faulheit entstanden. Beim Backen der Biskuitböden hätte ich für eine neue Packung Zucker in den weit, weit entfernten Keller gehen müssen. Der Kokosblütenzucker im Küchenschrank war einfach so viel näher (Ich sollte das wahrscheinlich lieber nicht erzählen. Ja, es war ein wirklich sehr fauler Moment.). Also habe ich kurzerhand weißen Zucker durch Kokosblütenzucker ersetzt. Dieser schmeckt aber nun mal nicht wie weißer Zucker, sondern eher karamellig. Und so entstand die Idee zur Erdbeer-Karamell Torte erst, nachdem die Böden bereits fertig waren und die restliche Torte an diese angepasst werden musste. Ich frage mich, wie viele andere Erfindungen aus purer Faulheit entstanden sind ; )

Rezept für eine Ø18cm Torte

  • Keksboden
  • 120g Karamellkekse
  • 60g Butter
  • ca. 3 EL Erdbeer-Marmelade
  • Biskuitböden
  • 3 Eier
  • 70g Zucker
  • 40g Kokosblütenzucker
  • 10g Vanillezucker
  • 90g Mehl
  • Prise Salz
  • 2 TL Backpulver
  • Karamell-Creme
  • 80g Zucker
  • 200g + 100g Sahne
  • 300g Mascarpone
  • 4 Blätter Gelatine
  • ca. 400g Erdbeeren

Für den Keksboden die Butter in einem Topf schmelzen und die Kekse zerbröseln. Das Zerbröseln der Kekse klappt super, wenn man sie in einen Gefrierbeutel steckt und mit einem Nudelholz darüber rollt. Ich verwende auch sehr gerne einen Fleischhammer dafür : ) Die Keksbrösel mit der geschmolzenen Butter gut vermischen und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und gut andrücken. Dabei ca 2 EL übrig lassen. Den Boden im Kühlschrank fest werden lassen.

Für die Biskuitböden den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eier mit den Zuckersorten gut verschlagen, bis eine fluffige Mischung entsteht. Mehl, Salz und Backpulver vermischen und auf die Eimasse sieben. Danach nur kurz unterheben. Den Teig in eine Springform geben und 40 Minuten backen. (Wenn der Teig auf mehrere Formen aufgeteilt wird, die Backzeit verringern. Mit der Stäbchenprobe testen und die Bräunung des Teiges im Auge behalten.) Den Biskuit abkühlen lassen und gegebenenfalls in mehrere Böden teilen.

Für die Creme den Zucker in einem Topf (ohne Rühren) schmelzen lassen und karamellisieren. Vorsichtig 200g Sahne hinzufügen (kann spritzen!) und die Mischung weiter erhitzen, bis das Karamell in der Sahne gelöst ist. Abkühlen lassen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen lassen. Die restlichen 100g Sahne steif schlagen. Die Mascarpone mit der abgekühlten Karamell-Sahne cremig rühren. Die Gelatine in einem Topf erhitzen und auflösen. Etwas der Mascarpone-Masse zum Angleichen dazu geben. Anschließend den Topfinhalt unter die Mascarpone-Karamell-Masse rühren. Danach die geschlagene Sahne unterheben.

Für den Zusammenbau die Erdbeermarmelade auf dem Keksboden verstreichen und einen Biskuitboden darauf legen und leicht andrücken. Einen Tortenring um die Böden legen. Ein wenig Karamell-Creme auf dem Boden verteilen. Darauf die Erdbeeren platzieren. Diese mit der breiteren Seite auf den Boden „stellen“. Für den Rand halbierte Erdbeeren benutzen und diese mit der Schnittkante nach außen positionieren. Die Karamell-Creme auf der Erdbeeren verteilen. Dabei darauf achten, dass die Lücken geschlossen werden. Einen weiteren Biskuitboden als Deckel auflegen. Die Torte im Kühlschrank fest werden lassen (am besten über Nacht).

Die Torte vorsichtig aus dem Ring lösen. Nach Belieben mit Puderzucker, weiteren Erdbeeren und den restlichen Keksbröseln dekorieren.

Ich würde sagen diese „Geburt“ meiner Faulheit war ziemlich gelungen. Zudem kann ich nun ein weiteres Mal backen, um meine ursprüngliche Idee auszuprobieren ; ) Und da die anderen Mädels ebenfalls kleine Köstlichkeiten mitgebracht hatten, sahen wir nachher wirklich alle kugelrund aus. Wir haben einen wirklich schönen Nachmittag und Abend verbracht. Und da ein kleines Stückchen übrig blieb, durfte der Mann am nächsten Tag auch noch probieren. Natürlich hatte er sich zuvor lautstark beschwert, dass das Törtchen einfach so das Haus verlässt – hatte er doch in letzter Zeit bereits zwei andere Kreationen verpasst. Doch diesmal hatte er Glück. Und wo sind eigentlich die übrig gebliebenen Karamellkekse???

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