Waldmeistersirup

Ich mag Waldmeister. Habe ich bei Brausepäckchen, Wackelpudding oder Wassereis die Wahl – ich nehme Waldmeister. Jedoch muss ich zugeben, dass ich bis vor Kurzem nur die künstliche Version in eben diesen Produkten (und Schnaps…) kannte. Völlig unverhofft begegnete mir allerdings frischer Waldmeister in der Kräuterecke im Supermarkt. Ich glaube, ich hatte ihn noch nie so wirklich wahrgenommen. Also packte ich sofort zwei Töpfchen ein… und ließ sie zu Hause rumstehen. Glücklicherweise schien der Waldmeister nicht besonders anspruchsvoll zu sein, so dass er die Wartezeit überlebte und ich ihn schließlich verarbeiten konnte. Die Wahl fiel schnell auf Sirup, denn der ist super vielseitig einsetzbar und erlaubt es mir, diesen Sommer noch ganz viele Waldmeister-Kreationen auszuprobieren. Eine davon – ein Waldmeister-Kokos Eis war so schnell aufgegessen, dass es noch nicht mal ein Foto davon gibt ; )

Rezept für 2 Liter

  • 2l Wasser
  • 1kg Zucker
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 2 (größere) Töpfchen Waldmeister
  • grüne Lebensmittelfarbe nach Belieben

Die Waldmeister-Stängel mit Blättern abschneiden und zu ein oder zwei Sträußchen binden. Diese kopfüber 2 Tage aufhängen und trocknen lassen.

Edit: Ich habe den Sirup ein Jahr später nochmal gemacht. Hier habe ich den Waldmeister nur einen Tag antrocknen lassen. Er lag dabei ausgebreitet auf einem Küchentuch. Auch das hat wunderbar geklappt.

Wasser und Zucker aufkochen und eine Viertelstunde köcheln lassen. Den Saft einer halben Zitrone und den Waldmeister (ich habe die Blättchen abgezupft) dazu geben. Das Ganze abkühlen lassen und anschließend den Topf 2-3 Tage in den Kühlschrank stellen. Den Sirup durch ein Sieb geben, erneut aufkochen, nach Belieben Lebensmittelfarbe dazu geben und in Gläser oder Flaschen abfüllen.

Edit: Auch hier habe ich ein Jahr später etwas variiert. Diesmal habe ich die Blättchen nicht abgezupft, sondern das Sträußchen kopfüber in den Sirup gehangen. Sucht euch jeweils die Version aus, die für euch einfacher ist. Ihr könnt den Sirup zwischendurch mit einem frischen (!) Löffel probieren, um festzustellen, ob er für euren Geschmack genug gezogen hat.

Ich konnte es nicht lassen mit der grünen Farbe. Natürlich braucht man diese überhaupt nicht. Ich fand sie trotzdem schön und das Auge isst und trinkt ja bekanntlich mit.
Die Hälfte des Sirups ist schon weg. Unter anderem hab ich ihn für leckere Bowle benutzt. Und für ein Waldmeister-Törtchen. Das gibt’s im nächsten Post : )

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