Bratapfel-Clafoutis

Wenn Kaiserschmarrn und Pudding ein Kuchenbaby hätten, es wäre ein Clafoutis.
Der französische Kuchen, der in einer Tarte- oder Auflaufform gebacken wird erinnert irgendwie an beides – an Pfannkuchen und an Pudding. Dies bezieht sich sowohl auf Geschmack als auch auf Konsistenz. Hauptzutat sind Eier, was den Kuchen die Ähnlichkeit zu festeren Pudding und den Geschmack von frischen Pfannkuchen beschert. Denn die restlichen Zutaten – Zucker, Mehl und Milch verändern daran nicht viel.
Ein typisches Merkmal eines Clafoutis sind die Früchte, die direkt mit in den Teig gegeben werden. Im Original wird er mit Kirschen gebacken. Aber es ist Januar und kalt und definitiv keine Kirsch-Saison. Und wo wir beim Thema Pfannkuchen oder Kaiserschmarrn sind, könnte doch kaum etwas besser passen als Äpfel. Daher gibt es bei mir Bratapfel-Clafoutis.

Ihr benötigt eine auslaufsichere Back- oder Auflaufform – der Teig ist nämlich sehr flüssig und läuft euch gegebenenfalls durch vorhandene Lücken davon. Die Äpfel dürfen gerne auch nicht mehr die hübschesten sein. Der Clafoutis ist eine gute Möglichkeit der Resteverwertung. Alles Weitere sind Grundzutaten, die ihr vermutlich sogar zu Hause habt. Wenn ihr also einen unkomplizierten Wohlfühlkuchen für einen gemütlichen Wintertag braucht, ist der Bratapfel-Clafoutis perfekt für euch.

Rezept für eine Ø25cm Tarteform

  • 800g Äpfel –> ca. 500g fertig geschält und gewürfelt
  • 20g brauner Zucker
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1/2 TL Zimt
  • Teig
  • 5 Eier
  • 80g Zucker
  • 120g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • Prise Salz
  • 200g Milch
  • 30g Sahne
  • Butter für Form

Die Äpfel vorbereiten: Äpfel schälen, entkernen (ggf. schlechte Stellen wegschneiden) und in ca. 1,5cm Würfel schneiden. Mit braunem Zucker, Zitronensaft und Zimt mischen. Anschließend alles in eine Pfanne geben und anbraten, sodass die Apfelwürfel weicher werden und an manchen Stellen eine leichte Bräunung bekommen. Beiseite stellen.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Den Teig zubereiten: Eier und Zucker ca. 3 Minuten schaumig schlagen. Das Mehl mit Salz und Backpulver mischen. Die Mischung unterheben. Zum Schluss Milch und Sahne dazugeben und ebenfalls kurz dazu rühren. Die Tarteform mit Butter fetten. Den flüssigen Teig vorsichtig in die Form gießen. Die vorbereiteten Apfelstückchen darauf verteilen. Sie werden in den Teig sinken.

Den Kuchen ca. 35 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Danach etwas abkühlen lassen. Nach Belieben lauwarm oder kalt genießen.

Clafoutis passt wunderbar zu einer Tasse Kaffee oder Kakao beim klassischen Kuchenessen. Ihr könnt ihn mit Puderzucker bestäuben und/oder mit Sahne reichen.
Richtig lecker schmeckt er aber auch lauwarm – dann vielleicht sogar mit einer Kugel Vanilleeis oder Vanillesoße? In dieser Variante gibt der Clafoutis sogar ein richtig tolles Dessert ab. Trotz seiner Einfachheit ist er daher vielseitig einsetzbar. Vorausgesetzt ihr schafft es, dir Form nicht vorher schon alleine leer zu futtern. Diese Gefahr besteht durchaus. Seid gewarnt. 😉
Viel Spaß beim Austesten.

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