Kindheitserinnerung: Ananas-Maulwurfkuchen

Hallo 2026! Auf culirena startet das Jahr mit einer Kindheitserinnerung. Es gibt einen köstlichen Maulwurfkuchen. Um genau zu sein – den einzig waren Maulwurfkuchen meiner Kindheit.
Der klassische Maulwurfkuchen besteht aus einem Schokokuchen. Auf den Schokoboden kommen Bananenstückchen (manchmal dazu noch Kirschen), ein großer Haufen Sahne und darüber Brösel des Kuchens. Ich muss zugeben, dass ich diese klassische Version eines Maulwurfkuchens nicht besonders mag. Ich mag den Sahnehügel nicht – der einfach nur nach Sahne und sonst gar nichts schmeckt. Auch die Banane ist in diesem Falle eher nicht so meins. Vielleicht bin ich voreingenommen, weil mein Kindheitskuchen anders aussieht. Das Prinzip ist dasselbe: Ein lockerer Kuchen wird gebacken. Dieser wird dann teilweise ausgehöhlt, um Kuchenbrösel zu erhalten. Eine Sahne-Füllung kommt – kombiniert mit Früchten – auf den Boden und wird von Kuchenbröseln getoppt.
Hier ist meine (oder auch Mamas) Version: Der Kuchen ist ein heller Kuchen, der noch einen leckeren Schoko-Anstrich bekommt. Als Früchte nehme ich Ananas. Diese wird in kleinen Stückchen direkt mit der Sahne vermischt – also nicht einfach auf den Kuchenboden gelegt. Und jetzt kommt das Beste: Auch die Kuchenbrösel werden direkt mit der Sahne vermischt. So ist der Sahnehaufen nicht nur ein Sahnehaufen. Er ist eine köstliche Mischung aus Sahne, fruchtiger Ananas und weichen Kuchenbröseln – die ihr Aroma ebenfalls an die Sahne weitergeben. Diese Füllung könnte ich einfach so weglöffeln!
Testes meine Kindheitserinnerung unbedingt aus! Vielleicht wird sie ja eine leckere Tradition der nächsten Generation kleiner Krümelmonster.

Rezept für eine Ø20cm Springform

  • Kuchen
  • 120g Butter
  • 135g Zucker
  • 8g Vanillezucker (1/2 Päckchen)
  • 2 Eier (XL)
  • 155g Mehl
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • Prise Salz
  • 75g Milch
  • Schoko-Anstrich
  • 75g dunkle Kuvertüre
  • 45g Sahne
  • Sahne-Füllung
  • 1 Dose Ananas (270g Abtropfgewicht reicht)
  • 280g Sahne
  • 20g Zucker
  • 8g Vanillezucker (1/2 Päckchen)
  • 1 Päckchen Sahnesteif

Den Kuchen backen: Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Springform mit Backpapier auslegen und leicht fetten.
Butter mit Zucker und Vanillezucker ca. zwei bis drei Minuten cremig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und dazu geben. Kurz rühren. Milch ebenso hinzugeben und alles kurz zu einem einheitlichen Teig verrühren. Den Teig in die Springform geben und glattstreichen. Den Kuchen ca. 38 Minuten backen. Anschließend aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Den Schokoanstrich vorbereiten: Die Kuvertüre hacken und in eine Schüssel geben. Sahne in einem kleinen Topf kurz aufkochen und über die Kuvertüre gießen. Kurz warten. Dann rühren, bis sich die Kuvertüre vollständig aufgelöst hat. Bei Raumtemperatur stehen lassen. Sollte die Ganache bis zur Verwendung schon wieder zu fest geworden sein, kann sie in einem Wasserbad erwärmt werden.

Zwischenschritt: Mit einem Messer ca. 2 cm innen vom Rand des Kuchens entlangfahren und den Kuchen mittig etwas aushöhlen (siehe Foto). Teigstückchen kleiner rupfen und sammeln.

Ganache mit einem Küchenpinsel großzügig auf den Rand des Kuchens auftragen. Dafür in die Schokolade tunken und den Kuchen bepinseln. Den Kuchen in den Kühlschrank stellen, während die Füllung vorbereitet wird. So wird der Schokoanstrich fest.

Die Füllung zubereiten: Ananas abgießen. Dabei etwas Flüssigkeit auffangen. Die Ananas in kleine Würfel schneiden und weiter abtropfen lassen. Den (fertig ausgehöhlten) Boden des Kuchens mit ca. 4 EL des Ananassafts tränken.
Sahne mit Zucker und übrigem Vanillezucker und dem Sahnesteif schlagen, bis sie steif ist. Ananas-Stückchen sowie Kuchenbrösel unterheben. Die Aussparung des Kuchens mit der Sahne-Füllung füllen. Dann einen Haufen formen. Einige Ananas-Stückchen und Kuchenbrösel können beiseite gestellt werden, um nun ganz oben auf dem Haufen verteilt zu werden. Fertig! Bis zum Servieren kühlen.

Welches sind die Lieblingskuchen eurer Kindheit?
Vielleicht sollte ich hier eine neue Kategorie eröffnen. Zuerst fallen mir die typischen Kastenkuchen – Zitronenkuchen und Nusskuchen ein. Dazu noch ein klassischer Marmor-Gugelhupf. Und als Teenie gab es da immer eine bestimmte (gekaufte) Himbeertorte, die ich unbedingt mal nachbauen muss. Wenn es nach meinem Bruder geht, braucht die Welt gar nichts außer Schwarzwälder Kirschtorte. Das klingt doch schon nach einer sehr guten Rezepte to-do Liste für 2026, oder?

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