Stachelbeer-Tarte mit weißer Ganache

Stachelbeeren gehören für mich zu den Früchten, die viel zu selten im Mittelpunkt stehen. Dabei haben sie ein ganz besonderes Aroma: angenehm fruchtig, leicht säuerlich und einfach perfekt für sommerliche Kuchen und Tartes. Gerade in Kombination mit einer milden, cremigen Vanille-Ganache entsteht ein wunderbarer Kontrast, der die Stachelbeeren geschmacklich richtig zur Geltung bringt.

Das Besondere an dieser Tarte ist die Kombination aus verschiedenen Texturen. Ein knuspriger Mürbeteigboden bildet die Grundlage, darauf folgt eine fruchtige Stachelbeerfüllung und als Abschluss eine luftig aufgeschlagene Ganache aus weißer Schokolade und Vanille. Die dünne Schicht weißer Schokolade auf dem Tarteboden sorgt außerdem dafür, dass der Boden trotz der saftigen Füllung schön knusprig bleibt.

Die Ganache – wie auch der Rest der Tarte – wird bereits am Vortag vorbereitet und über Nacht gekühlt. Dadurch lässt sich das Topping am nächsten Tag wie Sahne aufschlagen und wunderbar aufspritzen. Auch die fertige Tarte kann anschließend noch einige Stunden im Kühlschrank durchziehen und lässt sich dadurch perfekt vorbereiten.

Das Rezept ist für eine längliche Tarteform mit etwa 35 × 13 cm ausgelegt. Natürlich könnt ihr die Tarte auch in einer runden Form backen – je nach Größe kann sich die Höhe der Füllung dabei etwas verändern.

Durch die fruchtige Füllung und die luftige Vanille-Ganache wirkt die Tarte angenehm leicht und passt wunderbar in die Sommermonate. Sie lässt sich gut vorbereiten und ist damit auch eine schöne Wahl, wenn Besuch kommt. Unten findet ihr noch eine kurze Info zu Variationsmöglichkeiten. Hier kommt das Rezept:

Rezept für 1 Tarte (längliche Form 35x13cm)

  • Boden
  • 85g Butter
  • 60g feinster Zucker
  • 1 Ei
  • 190g Mehl
  • Prise Salz
  • Füllung
  • 40g weiße Kuvertüre
  • 1 TL Kokosöl
  • ca. 550g Stachelbeeren
  • 50g Flüssigkeit – z.B. Johannisbeer- oder Kirschsaft, Likör
  • 40g Zucker
  • 18g Stärke
  • 2 Blätter Gelatine
  • Ganache
  • 100g weiße Kuvertüre
  • 300g Schlagsahne
  • 2 Blätter Gelatine
  • 1/2 Vanilleschote

Zuerst wird der Tarteboden gebacken: Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Butter, Zucker und Salz verrühren. Das Ei ebenfalls einrühren. Das Mehl hinzufügen und alles zu einem Teig verkneten. Eine Tarteform fetten. Den Teig nach und nach in die Backform geben und dabei mit den Händen Boden und Ränder formen und gut andrücken. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Mit Backpapier abdecken und beschweren, z.B. mit getrockneten Hülsenfrüchten. Ca. 18 Minuten backen. Backpapier und Beschwerung entfernen. Weitere 12 Minuten backen. Bräunung im Blick behalten. Dann auskühlen lassen.

40g weiße Schokolade hacken. Mit dem Kokosöl vorsichtig über einem Wasserbad erhitzen und schmelzen. Den Boden und die Ränder innen mit der geschmolzenen Schokolade bestreichen. Fest werden lassen.

Für die Fruchtfüllung Stachelbeeren waschen und die Enden abzupfen. Mit Zucker in einen Topf geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze weich kochen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen lassen.
Stärke mit Flüssigkeit glattrühren und zu den Beeren geben. Aufkochen, sodass die Mischung andickt. Zusätzlich nun die Gelatine ausdrücken und in der heißen Mischung auflösen. Jetzt nicht mehr kochen. Etwas abkühlen lassen. Dann die Beerenmischung auf dem Tarteboden verteilen. Im Kühlschrank kühlen.

Für die Ganache das Mark der halben Vanilleschote auskratzen und mit der Sahne in einen Topf geben. Die Kuvertüre hacken und in eine Schüssel geben. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen lassen.
Sahne aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen. Die Gelatine ausdrücken und in der heißen Sahne auflösen. Nun die Mischung in die Schüssel mit der Schokolade gießen. Kurz warten und gut verrühren bis die Schokolade sich aufgelöst hat. Mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank lagern.

Am nächsten Tag die Ganache auf niedriger Stufe aufschlagen. Die Creme in einen Spritzbeutel geben. Ich habe eine St. Honoré Tülle verwendet. Schlangen- bzw. wellenförmig aufspritzen. Nach Belieben dekorieren z.B. mit weiteren Beeren und Mandelblättchen.

Welche Flüssigkeit passt gut zu den Stachelbeeren? Diese wird im Rezept mit der Stärke glattgerührt und zu den Beeren gegeben. Es gibt hier verschiedene tolle Optionen, zwischen denen ihr entscheiden könnt. Ich habe einen Johannisbeer-Likör verwendet. Ich wollte gerne beim Geschmack säuerlicher Beeren bleiben. Der Alkohol ist ein zusätzlicher Geschmacksträger, aber nicht absolut notwendig. Saft funktioniert auch sehr gut. Wenn ihr es etwas süßer wollt, könntet ihr Amaretto mit seinem leckeren Mandelaroma verwenden. Eine tolle Kombination wäre auch Rotwein oder ein Traubensaft in der alkoholfreien Variante. Zur Note würde auch Wasser funktionieren. Da es den beerigen Geschmack allerdings nur verdünnen würde, wäre es nicht meine erste Wahl.

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