Geburtstagstorte mit Himbeer-Rhabarber-Füllung und Pistazien-Ganache

Der April ist mein Geburtstagsmonat. Anfang April hat der Blog Geburtstag, Ende des Monats bin ich selber dran. Dieses Jahr gab’s eine runde Zahl für mich. 40 Jahre – ein Meilenstein, der natürlich auch eine ganz besondere Torte verdient. Ich liebe leichte und frühlingshafte Torten, am liebsten schlicht, aber trotzdem Schick mit ein paar hübschen Blümchen als Deko. Dieses Jahr gab es diese Rhabarber-Himbeer-Torte mit einer zarten Pistaziennote – fruchtig, cremig und einfach rundum harmonisch. Und Geburtstagskuchen Ende April für mich heißt natürlich neues Rezept für euch im Mai.

Rhabarberkuchen hätte ich als Kind nicht angefasst. Ich erinnere mich an seltsam sauren und irgendwie matschigen Kuchen, der so gar nicht meinen Geschmack getroffen hat. Heutzutage plündere ich regelmäßig die Supermarktauslage, um die schönsten Stangen mit nach Hause zu nehmen. Es gibt bereits richtig viele Rezepte mit Rhabarber auf dem Blog. Aber ich behaupte einfach mal ganz frech, dass sie allesamt um Längen besser sind, als meine Erinnerung an Rhabarberkuchen von früher.
Rhabarber bringt Säure mit, aber richtig kombiniert ist diese einfach lecker und fruchtig. Meine Lieblingskombination ist Rhabarber mit Himbeeren – meiner Meinung nach noch viel besser, als Rhabarber mit Erdbeere. In der Torte gibt’s dazu eine leichte Creme mit aus Mascarpone, Schmand, Sahne und Vanille. Die Pistazien-Ganache sorgt für das gewisse Etwas und macht die Torte auch optisch zu einem echten Highlight. Durch die Kombination aus luftigem Boden, fruchtiger Füllung und cremiger Schicht entsteht eine wunderbar ausgewogene Torte, die nicht zu mächtig ist und sich ideal für sonnige Frühlingstage eignet.

Und weil im Mai auch Muttertag gefeiert wird, ist diese Torte dafür ebenfalls eine wunderschöne Idee – selbstgemacht, saisonal und mit viel Liebe gebacken.

Die Torte hat einen Durchmesser von 18 cm und ist damit perfekt für etwa 6 Erwachsene geeignet (12 Stücke könnt ihr mindestens schneiden). Ich arbeite sehr gerne mit dieser Größe, gerade wenn es etwas Besonderes sein soll und keine riesige Torte benötigt wird. Natürlich lässt sich das Rezept problemlos auf andere Größen umrechnen – je nachdem, wie viele Gäste ihr bewirten möchtet.

Ein kleiner Tipp zur Planung: Backt die Böden und bereitet die Füllungen am besten schon am Vortag vor. So kann alles gut durchkühlen und die Torte lässt sich am nächsten Tag ganz entspannt einstreichen und dekorieren. Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für ein besonders schönes Ergebnis.

Ich hoffe, diese Torte bringt euch genauso viel Freude wie mir – ob zum Geburtstag, zum Muttertag oder einfach als frühlingshafter Genussmoment. 💛

Rezept für eine Ø18cm Torte

  • Böden
  • 200g Butter
  • 240g Zucker
  • 5 Eier
  • 325g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • Prise Salz
  • 40g Espresso
  • 40g Amaretto

  • Fruchtfüllung
  • 250g Rhabarber
  • 200g TK Himbeeren
  • 50g Zucker
  • 5 Blätter Gelatine
  • Creme-Füllung
  • 250g Mascarpone
  • 200g Schmand
  • 100g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 4 TL San-apart
  • 240g Sahne
  • Pistazien-Ganache
  • 200g weiße Kuvertüre
  • 330g Sahne
  • 100g Pistazienmus (ungesüßt)
  • Prise (ganz wenig!) Salz

Vorbereitung am Tag vorher:
Für die Ganache Kuvertüre fein hacken. Sahne zum Kochen bringen und über die Schokolade gießen. Kurz warten. Dann rühren, bis diese aufgelöst ist. Pistazienmus und wenig Salz ebenfalls hinzugeben. Damit alles optimal vermischt ist und es keine Klümpchen mehr gibt kurz pürieren. Mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht kühlen.

Die Böden backen: Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für die Böden Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Eier und Zucker ca. 6 Minuten hell und fluffig aufschlagen. Die geschmolzene Butter hinzufügen und unterrühren. Espresso kochen.
Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Salz) mischen und ca. die Hälfte auf den restlichen Teig sieben. Espresso sowie Amaretto hinzufügen und alles verrühren. Die restliche Mehlmischung hinzugeben ebenfalls kurz verrühren.
Zwei Ø18cm Backformen vorbereiten und den Teig auf diese aufteilen. Ca. 40 Minuten backen. Nach 10 Minuten aus der Form lösen. Die Böden jeweils einmal teilen, wenn sie abgekühlt sind.

Die Fruchtfüllung: Rhabarber in kleine Stückchen schneiden. Mit Himbeeren und Zucker in einem Topf mischen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen lassen. Zunächst bei geringer Hitze Himbeeren auftauen lassen, dann alles bei mittlerer Hitze weich kochen. Gelatine in der warmen Masse aufweichen. Das Kompott anschließend in eine Schüssel umfüllen und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Für die Cremefüllung die Vanilleschote auskratzen. Sahne steif schlagen. Die Mascarpone mit dem Zucker glattrühren. Schmand sowie das Mark der Vanille dazugeben und verrühren. San-apart in die Mascarpone-Mischung einrieseln lassen und verrühren. Zuletzt die Sahne unterheben.

Die Torte stapeln: Einen Boden auf einen Tortenteller legen und einen hohen Tortenring darum stellen. Ca. ein Drittel (ca. 140g) der Fruchtfüllung auf den Boden geben und etwas verteilen. Ca. ein Drittel der Cremefüllung (ca. 250g) darauf geben und glattstreichen. Den nächsten Boden auflegen und ebenso weiter verfahren. Den letzten Boden verkehrt herum als Deckel auflegen. Die Torte über Nacht kühlen.

Am nächsten Tag die Ganache kurz wie Sahne aufschlagen. Den Tortenring vorsichtig von der Torte lösen und die Torte einstreichen. Nach Belieben restliche Ganache aufspritzen und die Torte weiter dekorieren. Fertig!

Auf meine eigenen Geburtstagstorten freue ich mich immer sehr. Oft nutze ich den Feiertag am 1. Mai, um ein schönes Kaffeetrinken nachzuholen, wenn die Woche um meinen Geburtstag herum zu stressig ist. Diese Torten der letzten Jahre kann ich euch auch sehr an Herz legen:

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